Montag, 10. Juli 2017


"künstlerisch sozio kulturelle projekte, naturtherapeutisch spirituelle beratungen & andere sachen" 

bekleiden

Auf vielfachen Wunsch sind ab sofort wieder bedruckte Liibli machbar!

Dazu gibt es den einfach genialen Liibli-Shop an der Wildeggstrasse 1 in St.Gallen und der funktioniert so:


Liibli der Wahl, welches bereits im eigenen Besitz ist oder beim Lieblingshändler gekauf ist, in den Milchkasten legen. (Garantiert die richtige Grösse, die richtige Farbe, den richtigen Schnitt...) 


Liibli mit Namen und dem gewünschtem Aufdruck beschriften.


weleweg - bisons - gwared - chom wädli - leiig - en schwick - jechteroondo - hetocht - vetaasered / vetaaselet - mokber - dörigehnt - z’lötzl


25 Franken mit Kontaktdaten in einem Couvert in den Briefkasten werfen. 

Jetzt 7 Tage warten, dann Liibli im Milchkasten abholen, mit Stolz tragen, dem Wort ein Gesicht geben und so mit Selbstbewusstsein den Appenzeller Dialekt verkörpern ...
 

Neben der original 12er-Reihe des "künstlerisch sozio kulturellen projekts wortlos" aus dem Jahr 2007, ist auch jedes andere identitätsstiftende Lieblingswort der Wahl möglich!

M ö g ! i c h k e i t e n  erweitern



Montag, 11. Januar 2016

wortloswortreich

Mög!ichkeiten
Martin Manser
0041 (0)79 649 79 82
Wildeggstrasse 1, CH-9000 St.Gallen





Alte Wörter neu beleben
Martin Manser suchte Appenzeller Dialektwörter, die «etwas zu sagen haben»
2007 hat Martin Manser mit seinem Projekt «wort los» in Vergessenheit geratenen Appenzeller Dialekt-Ausdrücken neues Leben einhauchen. Jeden Monat wurde ein «Wort des Monats» gesucht, mitmachen konnten alle, denen der Appenzeller Ausdrücke am Herzen lagen.
Zwölf Wörter, zwölf Geschichten, zwölf Menschen: Das Projekt «wort los» des Appenzellers Martin Manser hat sie im vergangenen Jahr zusammengeführt. Die Bilanz eines Projekts, das Klein und Gross und Appenzeller und Nicht-Appenzeller zur sprachlichen Detektivarbeit aufforderte.

Wortlos wird wortreich
Am kommenden Mittwoch findet ein sprachspielerisches Projekt auf dem Säntis seinen Abschluss
Mit bunten T-Shirts mit dem jeweiligen «Wort des Monats» sollen die Patinnen und Paten «ihr» Wort künftig verkörpern und in die Welt hinaustragen. (Bild: Bild: zVg)
Zwölf Wörter, zwölf Geschichten, zwölf Menschen: Das Projekt «wort los» des Appenzellers Martin Manser hat sie im vergangenen Jahr zusammengeführt. Die Bilanz eines Projekts, das Klein und Gross und Appenzeller und Nicht-Appenzeller zur sprachlichen Detektivarbeit aufforderte.
CORINA HUGENTOBLER
«wort los» hat zwei Seiten. Man kann es lesen als «wortlos» oder als «Wort, los!». Und beides passt zu Martin Mansers Projekt. Es sollte der Wortlosigkeit begegnen, indem es fast vergessene, typische Appenzeller Dialektwörter los schickte – zurück in den Sprachgebrauch der Leute.
Unter verschiedenen Teilnahmebedingungen konnten jeden Monat Vorschläge eingereicht werden, aus denen schliesslich ein «Wort des Monats» gekürt wurde. Die Gewinner wurden darauf zu Patinnen und Paten ihres Worts, das sie künftig möglichst oft gebrauchen sollen, es wieder geläufig machen und ins Bewusstsein der Leute rücken. Um diesen Auftrag zu erleichtern, erhielten alle Patinnen und Paten ein buntes T-Shirt mit dem Aufdruck ihres Worts. Auf dass sie es höchstpersönlich in die Welt hinaustragen.
Auf dem Höhepunkt
Von Anfang an war das Projekt auf ein Jahr ausgelegt. Am Mittwoch wird nun das letzte Wort gesprochen: zum Höhepunkt auf dem Höchstpunkt, dem Säntis (siehe Kasten). Alle Patinnen und Paten sind eingeladen, einen Rückblick zu halten und die Geschichte zu «ihrem» Wort noch einmal zu erzählen.
«Geschichten erzählen» – das ist das Stichwort. Zu den Wörtern des Monats waren immer Geschichten gesucht. So zum Beispiel im Mai. Verliebt musste man sein, um einen Vorschlag einreichen zu können. «Leiig» hiess schliesslich das Siegerwort; vorgeschlagen wurde es unter anderem von einer älteren Dame, Beatrix Binder-Signer. Ihr Mann sei zum Beispiel «en Leiige», erklärte die Gewinnerin bei der Bekanntgabe des Worts. Für sie war klar gewesen, dass sie im Monat Mai bei «wort los» mitmachte: An einem 22. Mai ist sie geboren, an einem 22. Mai viele Jahre später hat sie geheiratet. Und eben: Noch heute findet sie ihren Mann «en Leiige». Für ihn, einen Zürcher, ist sie vor Jahren aus dem Appenzellerland weggezogen.
Kreative Teilnehmer
Insgesamt haben gut 500 Personen ein- oder mehrmals bei «wort los» mitgemacht. Oft mit viel Kreativität, wie Projektleiter Martin Manser erzählt. Einmal habe ein Kind für seinen Wort-Vorschlag eigens eine Schatzkiste angefertigt und mit allen möglichen Naturmaterialien verziert. Einige lieferten mit ihrem Vorschlag auch gleich ihre Lebensgeschichte mit. Ein Teilnehmer lieferte seine Bewerbung per (PET-)Flaschenpost in Martin Mansers Garten.
Sein wichtigstes Ziel hat der Appenzeller mit seinem Projekt also erreicht: die spielerische Beschäftigung mit Sprache, die (mindestens) zwölf Wörter wieder neu ins Bewusstsein ruft.

Die Suche nach Dialektwörtern geht weiter
«Gluschtig», das Gruppendialektwort des Teams der «Linde» Heiden. (Bild: Bild: ckö)
Wenn Gruppen zusammen mit Martin Manser einen Tag verbringen, können sie sich am Abend über ein gemeinsames Dialektwort freuen. Der Prozessgestalter lanciert ein weiteres Projekt zur Appenzeller Sprache.
CHRISTINE KÖNIG
Heiden. Die Suche nach Dialektwörtern geht weiter: Im Rahmen des Projekts «wort los & wort reich» hat der Innerrhoder Martin Manser nun eine neue Aktion zum Erhalt der Appenzeller Sprache lanciert. Diesmal sind nicht Einzelpersonen Patinnen und Paten von Mundartausdrücken, jetzt macht sich der Prozessgestalter zusammen mit Gruppen auf die Suche nach typischen Appenzeller Wörtern. Ob Innerrhoder, Hinter-, Mittel- oder Vorderländer Dialekt, das spielt dabei keine Rolle. Ziel ist, vergessene Ausdrücke wieder in den aktiven Sprachgebrauch zu integrieren.
«Gluschtig», das neuste Wort
Über «Brobei» (Brombeere) sind solche Gruppen schon gestolpert, haben «hoitla!» (Oha!) ausgerufen, alles «zonderobsi» (durcheinander) gebracht oder «gwah» (gewohnt, bekannt) zu ihrem Wort erkoren.
Am vergangenen Dienstag nun präsentierte das Team des Hotels und Restaurants Linde in Heiden sein Wort: «gluschtig» heisst es. «Gluschtig» wie ihre Speisen, «gluschtig» aber auch wie ihre kulturellen Leckerbissen.
Die T-Shirts mit passendem lindengrünen Wortaufdruck werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab kommendem Wochenende während ihrer Arbeit tragen. Die «Liibli» sind Teil des Projekts; sie sollen helfen, die Ausdrücke zu verkörpern und unter die Leute zu bringen.
In der Natur zum Wort
Die Suche nach dem Gruppenwort dauert einen Tag.
Die Gruppe (eine Firma, ein Verein, eine Schule, eine Familie, eine Clique…) begibt sich mit Martin Manser hinaus in die Natur, meistens ins Hochtal von Gonten. Man spaziert, kocht über dem Feuer und unterhält sich spätestens am Mittag zum erstenmal über das gemeinsam entdeckte Wort. Am Nachmittag werden die «Liibli» mit dem Gruppenwort bestickt.
Wer als Gruppe ein eigenes Wort finden möchte, kann sich bei Martin Manser melden: 079 649 79 82